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Ein Gartenteil sieht nicht mehr so gut aus. Also ausräumen und neu einpflanzen.

Was pflanzen wir neu ein? Japanische Azaleen - so schön wie hier im Rhododendronpark in Bremen dauert einige Jahre!!

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een gezonde donkergroen glanzende rhodo met meerdere bloemknoppen

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opnieuw aanleggen van een deel van mijn tuin

            Pflanzung und Pflege sind eigentlich der Haupbestandteil dieser Website. Dabei sollten wir "in die Haut der Pflanze kriechen", um zu erfahren was ihre Bedürfnisse sind für ein gesundes Wachstum und Blütenreichtum. Und das hängt, wie bei alle Lebewesen, von den spezifischen Eigenschaften und Umständen ab. Die Themen, die dabei eine Rolle spielen, finden Sie links in der Tabelle. Um Sie nicht zuviel scrollen zu lassen, habe ich Pflanzung und Pflege in 2 Seiten behandelt, wobei Sie die Themen anklicken können. Mein Ratschlag ist, die Beschreibungen und Anleitungen mal ruhig durchzulesen. Dann werden Sie auch vieles verstehen, was für eine angemessene Pflanzung und Pflege notwendig ist. 

Pflege
Pflanzung:
wo?
wann?
wie?
Boden
Klima
Sonne-Schatten
Pflanzhöhe

het aanbrengen van mulch, zolas boomschors is zeer nuttig

            Alles hängt mit allem zusammen! Ein Rhododendron, das gesund wächst und reichlich blüht und dann auch gut gedüngt wird, wird auch weniger anfällig sein für allerhand Krankheiten. Je mehr Sonnenlicht, umso kompakter eine Pflanze wächst und besser frosthart sein wird. 
Viel Schatten läßt ein Rhodo stacksig wachsen mit weniger Blüten, aber ein Rhodo mit großen Blättern verträgt nicht soviel Sonne und braucht deshalb mehr Schatten. Somit ist der Standort  entscheidend für Wachstum und Blühwilligkeit. 
Wenn der Herbst sehr naß und mild ist, wächst die Pflanze weiter und härtet schlechter ab, wodurch ein schneller Frosteinsatz Schaden anrichten kann.  Klima und Regenmengen sind denn auch sehr wichtig. Bei viel Regen spülen die Nährstoffe schneller aus und das sieht man an Mangelerscheinungen an der Pflanze - die Blattfarbe wird hellgrün oder sogar gelblich grün. Niederschlagsmengen sind also auch bestimmend für ein gutes Wachstum! Wenn die Bodenbeschaffentheit nicht gut ist, z. B. bei schlechter Drainage, verrotten die Wurzeln - Boden und Regenfälle hängen also auch miteinander zusammen.
Dies alles bedeutet jedoch nicht, daß die Anpflanzung von Rhododendron und Azaleen kompliziert ist. Bestimmt nicht, wenn Sie einige wichtige Richtlinien berücksichtigen. Dann werden Sie noch lange die schöne Blütenpracht und die Pflanzen selbst genießen können.

hoe groter het blad, hoe minder zon hij verdragen kan

 

een compacte rhodo met fraai nieuw blad - dus vooraan planten



Foto: gesunde sommergrüne Azalee

Foto: Mehltau bei sommergrüner Azalee


Foto:gesundes Rhodo




 

 

 


Pflege
Pflanzung:
wo?
wann?
wie?
Boden
Klima
Sonne-Schatten
Pflanzhöhe


Foto: neu angelegter Gartenteil








Foto: gesunde Japanische Azalee










Foto: Pflanzenloch graben

Foto: Torf durchmischen

Foto: gehakselte Baumrinde anbringen




Foto: Ballen mit Messerspitze 'aufrauhen' (neue Wortbildung)



Pflege
Pflanzung:
wo?
wann?
wie?
Boden
Klima
Sonne-Schatten
Pflanzhöhe



























Foto: Azaleen  mit Koniferen schützen




Pflege
Pflanzung:
wo?
wann?
wie?
Boden
Klima
Sonne-Schatten
Pflanzhöhe


















Pflege
Pflanzung:
wo?
wann?
wie?
Boden
Klima
Sonne-Schatten
Pflanzhöhe


Foto: Teil meines Gartens

 

 

 

 

 

 



Pflege
Pflanzung:
wo?
wann?
wie?
Boden
Klima
Sonne-Schatten
Pflanzhöhe

Wo einpflanzen?

         Wenn Sie einen neuen Garten anlegen, haben Sie alles in eigener Hand. Wichtig ist dann, daß Sie einen Plan haben, eine Skizze machen was Sie wo einpflanzen wollen. Dabei müssen Sie folgende Richtlinien oder Anhaltspunkte beachten:

A: welche anderen Pflanzen, Sträucher, Bäume und Stauden Sie anpflanzen wollen;
B. wo Sie die einpflanzen im Zusammenhang mit  Sonnen- und Windrichtung;
C. wie groß diese Pflanzen letztendlich werden (können);
D. wie groß die Rhododendron und Azaleen selbst werden (können;
E. die Farb-Kombinationen, die  Sie anwenden wollen;
F. Unterschiede in Bodenbeschaffenheit, die Sie anbringen wollen.

       A+B: Wenn Sie, wie ich annehme, auch Bäume, Sträucher  Stauden und andere Pflanzen anpflanzen wollen, müssen Sie die Sonnen- und Windrichtung berücksichtigen, und zwar wieviel Wind aus dem Westen kommt und im Winter was die Rhododendron und Azaleen vor Kälte und Ostwind schützen kann.  Manche Bäume  sind im perfekten Einklang mit Rhodos, aber stellen auch eine Wurzelkonkurrenz dar wegen Wasser und Nährstoffe!! Vor allem ist Vorsicht angesagt mit Birken und die meisten Fichten. Dagegen gibt es keine Probleme mit z.B. Eichen (-Laub ist sehr günstig, )Magnolien, Goldregen, Zierkirschen und die meisten Kiefern. Mit Bambus muß man auch aufpassen, weil die meisten Sorten wuchern!  Viele Koniferen sind sehr nützlich als Windschutz und bilden einen schönen Hintergrund.. 
       C. Wenn Sie die Rhodos  weit genug auseinander einpflanzen, brauchen Sie sie nicht  nach einigen Jahren wieder zu verpflanzen. Besser ist es, die offenen Stellen mit anderen Pflanzen einzufüllen, wie Vaccinium Sorten oder Heidearten, Gaultheria  usw.                     
       D. Selbstverständlich ist es wichtig, wie groß die Pflanzen nach etwa 10 bis 15 Jahren sind. Das gilt für alles was Sie anpflanzen. Siehe 'Pflanzhöhe'. Was ist also der beste Abstand zwischen den Pflanzen.
       E. Ich kenne Gärtner und vor allem Gärtnerinnen, die eine richtige Farbenverteilung der unterschiedlichen Pflanzen sehr wichtig finden. Sie bevorzugen sanfte Farben  und finden kräftige Farben wie rot und reingelb zu 'schreierisch'. Sie ziehen zu viel die Aufmerksamkeit auf sich. Und wenn ich dann sage, daß die Natur selbst diese Unterschiede nicht macht, sind sie fast beleidigt. Na, ja, jeder nach seinem oder ihrem Geschmack. Ich mag kräftige Farben, nur nicht zuviel.
       F. Was wollen Sie wirklich - einen Garten mit (einigen) Rhododendron und Azaleen, oder einen richtigen Rhodo-Garten? Da spielt eine entscheidende Rolle mit, ob und wo Sie den Boden verbessern müssen. Das kann dann an einigen Stellen oder insgesamt überall. Es sei denn, daß der Boden sowieso für Rhodo's geeignet ist. Der Säuregrad der Erde, pH, spielt dabei eine wichte Rolle.

       Ich selbst mag Pfade die sich durch den Garten 'schlängeln', alsob die Natur sie selbst geschaffen hat. Dabei plane ich dann im Kopf mehrere Teile wo ich Rhodos und Azaleen anpflanzen will, und wo die Bäume als feste Markierungspunkte kommen. Und als Schutz gegen den starken Westwind, den wir hier haben, habe ich viele Koniferen, Fichten und Kiefern geplant. Rhodos vertragen schlecht starken Wind. Man kann auch einige Teile des Gartens mit Rhodos bepflanzen und andere mit ganz anderen Pflanzen. Jeder ist sein eigener Gartenarchitekt!! Es muß doch IHR Garten werden?!! Na, also....

Wann einpflanzen?

        Die Zeit, wann man Rhodendron und Azaleen einpflanzen kann, ist sehr lang. Eigentlich ist es so, daß solange es nicht friert oder im Sommer sehr heiß ist, man einpflanzen kann. Die beste Zeit jedoch ist im Herbst, Ende September bis in den November, und im zeitigen Frühjahr, so März bis Ende April. Rhodos und Azaleen haben einen sehr kompakten Wurzelballen, der normalerweise nicht tiefer reicht als 40 bis 50 cm bis an die Oberfläche. Im zeitigen Herbst können sich die Wurzeln noch in die angrenzende Erde weiter entwickeln. Im Winter steht der Wuchs still. Im Frühjahr können sich die Wurzeln mit zunehmender Wärme entwickeln - dann muß auch für genügend Wasserzufuhr gesorgt werden. Und man muß mulchen um Wasserverdunstung  zu limitieren.

        Der Kauf einer Rhododendronpflanze während der Blütezeit hat den Vorteil, daß man die Blütenfarbe sieht und damit rechnen kann wo man sie einpflanzt. Viele Etiketten an der Pflanze zeigen nicht mehr die richtige Blütenfarbe, weil das Foto sich verblaßt hat. Oft haben die Pflanzen relativ einen kleinen Wurzelballen und muß man dementsprechend wässern! 

Wie einpflanzen?

       Nachdem Sie bestimmt haben, wo Sie die Pflanze einpflanzen wollen, machen Sie ein Pflanzenloch, im Durchmesser 3 mal so weit als der Wurzelballen und ungefähr 40 cm tief. Die Erde legen Sie zur Seite und Sie mischen Humuserde gut durch die Erde im Loch. Das kann Torf in etwas gröberen Stückchen sein oder verhackseltes kompostiertes  Eichenblatt und ähnliche humose Bestandteile. Wenn der Boden schon krümelig, nährstoff- und humusreich ist, brauchen Sie nur wenig zu unternehmen. Nicht in reinem und feinem Torf einpflanzen, denn dann ist die Erde zu sauer und gibt es keine Nährstoffe. Immer mischen!! In dieser neuen Erde machen Sie ein Loch und stellen Sie die Pflanze so tief rein, als sie zuvor stand. Nicht oder kaum tiefer, denn nachher legen Sie auch noch eine Mulchschicht drauf. Natürlich muß der Ballen gut naß sein, wie der Torf den Sie beigemischt haben! Dann schütten Sie noch einen Eimer Wasser dazu, so daß alles gut naß ist und treten Sie die Erde zum Ballen hin fest an, aber nicht zu kräftig, weil Sie dann die Sauerstoffzufuhr blockieren! Die Erde muß luftig bleiben. Auch wenn die Erde schon gut war, ist es nützlich sie etwas aufzulockern, vor allem wenn sie sich verdichtet hat. Vor allem im Herbst muß auf Düngerzugaben verzichtet werden und bei der Pflanzung im Frühjahr muß man der Pflanze etwas Zeit gönnen, sich an die neue Umgebung anzupassen und zuerst neue Wurzeln zu bilden. Erst im Mai\Juni kann mäßig gedüng werden.
Jetzt können Sie mit der übrigen Erde eine Rinne machen, sodaß Sie später wässern können, ohne daß das Wasser wegläuft. Nach der Pflanzung bringen Sie noch eine Mulchschicht an, die aus allerhand humosen Materialien bestehen kann. Siehe mulchen Seite 'Pflege'.
Wenn man ein Rhodo aus einem Topf\Container pflanzt, muß man zuerst den Ballen mit einer Messerspitze oder einer Gabel 'aufrauhen', damit er besser in die Erde weiterwachsen kann. Ist der Ballen trocken, muß man ihn in einem Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr hochkommen.
Bei schlechter Drainage sollten Sie zuerst ein tieferes Loch graben, bis 80 cm,  und unten im Loch mit grobem Material, wie grobem Kies, füllen. Bei Zweifel graben Sie das Loch zuerst 40 cm fief, geben Sie einen vollen Eimer Wasser ein, und wenn das Wasser nach einer halben Stunde noch nicht weggesickert ist, ist die Drainage ungenügend. Bei Pflanzung auf einem Hang sollten Sie doch eine waagerechte Pflanzfläche zustandebringen, weil sonst das Wasser zu schnell wegläuft. Dann ist mulchen noch wichtiger!


Boden

       Ein guter Boden, gute Erde für Rhododendron und Azaleen hat folgende Eigenschaften: 

A. die Erde muß den richtigen Säurewert, pH, haben;
B. die Erde muß genügend Sauerstoff fassen können, also locker und nicht verdichtet sein;
C. die Erde muß humushaltig und wasserdurchlässig sein; also nicht schnell austrocknen;

       A. Rhodos wachsen am besten in Erde mit einem Säurewert, pH, zwischen etwa 4 und 6. Erst dann kann die Pflanze gut gedeihen und Nährstoffe, Mineralien und Sporenelemente wie Eisen, Zink usw. aufnehmen.  Humose, sandige Erde ist am besten. Wenn Sie das nicht haben, müssen sie diese Eigenschaften bewirken und die Erde mischen mit Torf, eher grob als fein, Blatterde, am liebsten kompostiert, und wenn der Boden etwas verdichtet ist, kann man auch groben Sand beimischen. Alle humusreichen organischen Materialien kann man benutzen - man muß aber bedenken, daß unkompostierte frische Materialien dem Boden Stickstoff entziehen. Also, wenn Sie z. B.  viele Kiefernadeln zur Verfügung haben, sind sie doch am besten kompostiert einzusetzen. Es sind pH-Messer im Handel, womit sie den Säurewert ermessen können. Wenn Sie schweren Lehmboden haben, ist das bestimmt ein Problem. Es wird gesagt, daß man dann ein sehr tiefes Loch graben muß mit viel grobem Material unten drin. Ich kann Ihnen verraten, daß bei viel Regen dieses Loch schnell voll mit Wasser steht und Ihr Rhodo damit sehr unglücklich sein wird!  Dann müssen Sie eine "oberirdische" Lösung suchen, damit das Wasser abfließen kann. Mit Baumstämmen einen Kreis machen, Rhodo hinstellen und drum herum mit gute Erde auffüllen. Und dann im Sommer aufpassen, daß die Pflanze nicht vertrocknet!
      B. Warum wächst ein Rhodo-Ballen nicht tiefer als, sagen wir, 40 bis 50 cm? Die Antwort ist ziemlich einfach: Ein Rhodo braucht viel Sauerstoff und kann ihn in tieferen Lagen nicht finden. Deshalb kann sogar bei richtiger Zusammensetzung aber zu starker Verdichtung der Erde die Pflanze nicht gut gedeihen. Das Material muß also nicht zu fein sein. Locker!
      C. Wenn ein Rhododendron oder eine Azalee Sauerstoff, Wasser und die Nährstoffe nur der oberen Schicht von etwa 40 cm entnehmen kann, ist es bei längerer Trockenheit sehr wichtig, daß man ausreichend wässert. Und zwar so lange, bis auch der untere Teil des Wurzelballens feucht wird! Ohne Wasseraufnahme auch keine Nährstoffaufnahme!! Es ist sehr schwer einen völlig ausgetrockneten Wurzelballen wieder ganz feucht zu kriegen. Sie bemerken schon, daß ich das Wort "naß" kaum benutze. 'Feucht' ist die richtige Bezeichnung! Immer die richtige 'Mitte'. Noch einmal, wie sie sehen - "Alles hängt mit allem zusammen".

Klima

        Rhododendron wachsen am besten in den Klima-Zonen  5 bis 8. Zone 5 ist von -23 bis -29 Grad C.  Zone 8 ist von -7 bis -12 Grad C. Die Beschränkung liegt damit meist in der Kälte und nicht so sehr in der Wärme! Und Zone ist nicht gleich Zone. Zone 8 an der Küste Nord-Deutschlands ist nicht gleich mit Zone 8 in South-Carolina in den USA. Da wird es im Sommer viel heißer und ist es auch meist trockener.  In Florida undTexas ist es für Rhododendron, großblättrig und kleinblättrig, eigentlich schon zu warm, während viele sommergrüne und Japanische Azaleen-Sorten da noch gut gedeihen. Sogar einige ' Native Azaleas', einheimische Azaleen wachsen da nocht in Zone 9 oder sogar 10. In Nord-Skandinavien und nördlich-Mitte USA ist es meist zu kalt, obwohl in Finnland einige Züchter Rhodos gezüchtet haben, die Frostkälte vertragen von -35 bis -40 C. Bbbrrrrrrrrr
      Das Thema 'Klima' ist ziemlich kompliziert - wieviel Kälte Rhododendron und Azaleen vertragen können, hängt von vielen Faktoren ab:

A. Feuchtigkeit, also wieviel Regen fällt und wann;
B. wieviel Sonne, vor allem im Herbst;
C. Standort der Pflanze;
D. Düngung.

       A. Wenn wir einen milden Herbst haben, mit viel Regen im Oktober\November, dann 'denken' viele Rhodos, daß der Frühling schon begonnen hat. Die Zweige und Blätter sind noch voll im Saft. Sie härten dann nicht ab und wenn dann plötzlich der Winter eintritt, sind sie nicht darauf vorbereitet. Anderes Beispiel: Einige Japanische Azaleen sind in Schotland nicht winterhart oder blühen schlecht, während sie in Holland und meist in Deutschland winterhärter sind. How come? Wieso? Die Sommer hier sind viel wärmer und länger und darum härten diese Azaleen hier besser ab. Ab und zu passiert folgendes: Vor einigen Jahren war der Oktober sehr mild. Am 20sten Oktober noch 20 C. Und am 30sten in der Nacht -7 C. Viele Stämme geborsten, Blätter geschädigt und Blütenknospen kaputt. Zum Glück passiert dies nich oft.
      B. Wenn der Herbst sonnig ist und nicht zu naß, härten die Rhodos gut ab - trockenes Wetter im September\Oktober ist also gut. Ab und zu gibt es dann noch Knospenbildung. Dies bedeutet, daß Pflanzen, die nicht in sonniger Lage stehen, weniger gut abhärten und somit weniger frosthart sind. 
      C. In Anknüpfung an Punkt B - das kann günstig sein, aber auch wieder nicht. Wenn Pflanzen sonnig stehen und deshalb gut abhärten, ist es nicht so gut, daß sie auch im Winter sonnig stehen. Frostbeschädigung entsteht eher dadurch, daß die Blätter durch starken, kalten Ostwind UND viel Sonne austrocknen!! Und dann ist nicht sonnig stehen wieder ein Vorteil. Wie Johann Kruijff es schon gesagt hat:"Jeder Vorteil hat seinen Nachteil".Viel Sonne im Sommer kann gut sein, weiniger im Winter auch. Bei starkem Frost muß man dann mit Fichtenzweigen oder feinmaschiger Kunststoffgewebe abdecken. Vor allem bei Japanischen Azaleen. Und an der kalten trockenen (Ost)-Windseite Koniferen anpflanzen ist für die Winterhärte auch günstig.
       D. Auch Düngung spielt bei der Winterhärte eine wichtige Rolle. Sicherlich nach dem Juli muß man nicht mehr düngen. Nur Kalium-Dünger (auch mit Magnesium) hat einen günstigen Einfluß auf die Abhärtung! 

        Und warum nun einige Rhododendron winterhart sind und andere nicht, weiß ich nicht genau. Bei manchen Sorten setzt  das Wachstum schon schnell ein, bei anderen später. Spätfröste machen den Rhodos schon mehr zu schaffen. Deshalb will ich nicht so viele frühblühende Sorten (mehr) haben. Oft erfrieren die Blüten doch noch. Vor einigen Jahren schleppten meine Frau Reini und ich mit Decken, Gardinen usw. durch den Garten, um frühblühende Rhodos abzudecken. Unser Garten ist jedoch jetzt zu groß - anderthalb Hektar - um diesen Aufwand noch zu leisten. 
Dies alles erzähle ich Ihnen nicht, um Sie zu entmutigen, sondern um Ihnen zu zeigen, wie man mit dem Thema 'Winterhärte' umgehen muß. Die Rhododendron und Azaleen, die Sie in Ihrer Gegend kaufen können, sind im allgemeinen winterhart. Besuchen Sie doch mal Gartenzentren, Parks, Gärten von anderen Liebhabern. Oder noch besser - werden Sie Mitglied einer Rhododendron-Gesellschaft in Ihrem Land, wie in Deutschland die Deutsche Rhododendron Gesellschaft, mit Sitz und wunderschönem Park in Bremen. Und im nächsten Jahr die Rhodotage in Westerstede vom 20. bis zum 28. Mai. 

Sonne und Schatten

        In einigen Gartenmagazinen oder in der Werbung lese ich ab und zu, daß Rhodos in Schatten angepflanzt merden müssen. Das ist klarer Unsinn! Bei gefiltertem Sonnenlicht, wie in lichten Schatten größerer Gehölze gedeihen die meisten Rhododendron am besten. Eigentlich gilt die folgende Regel: "Je größer die Blätter, umso weniger Sonnenlicht sie vertragen". Die kleinblättrigen Rhodos,  Japanische Azaleen und  sommergrüne Azaleen vertragen meist volle Sonne! Voraussetzung ist dann, daß der Boden ausreichend feucht bleibt. Mulchen ist dann sehr wichtig! Es gibt Wildarten, die hoch in den Bergen wachsen und voller Sonne ausgesetzt sind. Die haben oft ein System entwickelt,  um Wasserverdunstung zu verhindern, indem sie eine Art Filz an der Blattunterseite entwickeln, das sogenannte 'Indumentum'. Gutes Beispiel dafür ist die Wildart  R. yakushimanum auf der Japanischen Insel Yaku Shima. Da wächst es in einer Höhe von 1.500 Metern oder noch höher in voller Sonne. Bei viel Sonnenlicht wachsen die Rhodos und Azaleen viel kompakter und haben einen besseren Knospenansatz und blühen daher auch reicher. Im Schatten wachsen sie stacksig und blühen viel weniger, obendrein kann sich dann auch Algenbildung entwickeln. 
Bei spätblühenden Rhodos und Azaleen muß man bedenken, daß die Blüten in voller Sonne verblassen - dann ist es gut, daß doch irgendwie etwas Schatten, vor allem in den ersten Mittagsstunden, geboten wird. Also, spätblühende Sorten nördlich von Bäumen anpflanzen!

Pflanzhöhe

       Wenn Sie ein Rhodo kaufen, steht meist auf der Etikette die Höhe nach ungefähr 10 bis 15 Jahren erwähnt. Und das unter normalen Wachstumsumständen.  Das heißt, in voller Sonne vielleicht etwas niedriger, in mehr Schatten etwas höher. Wie hoch die Pflanze nach 25 Jahren ist, ist schwer einzuschätzen. Das hängt auch von Ihnen ab. Wird Ihnen ein Rhodo zu hoch, können Sie einen Rückschnitt vornehmen. Normalerweise brauchen Sie ein Rhodo nicht zu stutzen, es wächst meist selbst zu einer erwachsener Pflanze heraus. 
Hierbei spielt natürlich auch die Düngung eine entscheidende Rolle. Wenn Sie viel düngen, vor allem mit Stickstoff, wächst das Rhodo auch schneller. 
Selbst neige ich oft dazu, die Pflanzen zu dicht aufeinander einzupflanzen, sodaß ich sie später wieder verpflanzen muß. Besser ist es, sie weiter auseinander zu pflanzen, und die 'Lücken' mit kleineren Pflanzen zu füllen.  Z. B. mit Vaccinium Sorten, Gaultheria Sorten, Winterheide, und anderen Ericacaeen. Wo  Rhodos zu dicht aufeinander wachsen, werden sie an den Berührungsstellen kahl, und das ist nicht so schön. Solitär gepflanzte Rhodos kommen natürlich meist zur Geltung!! 

Zusammenfassung:
Hier ist eine Aufzählung der wichtigsten Aktionen und Erwägungen :
1. berücksichtigen Sie beim Planen und Einpflanzen die Wind- und Sonnenrichtung; nicht zu dicht  an Birken und Fichten ran.
2. denken Sie auch an die Pflanzhöhe nach 10 bis 15 Jahren; nicht zu dicht auf einander; fülle leere Stellen aus mit z. B. anderen Ericacaeen.
3. wenden Sie folgende Regel an: "Je größer die Blätter, um so weniger Sonne die Rhodos vertragen"
4. verbessern Sie den Boden mit organischen Materialien, wie Blatterde, gehakselte Baumrinde und Eichenblatt, kompostierte Kiefernadeln, grobem Torf, usw.
5. die Erde muß locker sein, humos, luft- und wasserdurchlässig mit einem Säurewert, pH, zwischen 4 und 6;
6. pflanze die Rhodos und Azaleen ungefähr so tief wie sie standen, gieße reichlich und bringe Mulch an;
7. im ersten Jahr nicht zu viel düngen - die Pflanzen müssen sich an ihre neue Umgebung gewöhnen und neue Wurzeln machen; 
8. auf Etiketten erwähnte Pflanzhöhe zeigt meist die Höhe nach 10 Jahren unter normalen Umständen an;
9. die Pflanzen, die in Ihrer Gegend verkauft werden, sind meist gut winterhart - aus anderen Gegenden nachfragen;
10. man sollte Mitglied  einer Rhododendron Gesellschaft werden, wie ARS und ASA in den USA oder die Deutsche Rhododendron Gesellschaft in Bremen

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